billard in amsterdam  
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schlaf episode
 
 
don’t get me wrong. pretenders „...katzenwelse - an vereinzelter hausboote fangleinen“ m.e

achtzehn stunden behütet, wach, gehalten
von lausiger grammmatik. jener melange
aus vokabular, kaffeeersatz. und dass ich dich halte
wie hinter einer spanischen wand
weiß niemand. jedes wort beschluss. flotillen
angst herabgesenkt wie köderhaken ins eigne frösteln

… don’t get me wrong.

irgendwo in venedig aber waren diese nischen;
von denen hätte man in die sterne geworfene atemfontänen,
wurfweit entferntes parfum auffangen können. überhaupt
schnappten in diesen tagen dichte nachtnebel nach
damastenen schiefergedanken. wir hockten auf modrigen fässern,
tagegeldverstecken und bewegten uns im gleichklang wie tambormajore.

… don’t get me wrong.

von dort oben rotzte einer licht auf den sotoportego corte rota
und behauptete, die kanariengelbe handtasche von kate moss
gestohlen zu haben. an solchen tagen zelebrierten
wahn und obhut sich besonders scharf: cajun cuisine.
jenen, die in goldins fotografien, telefonbüchern, andrer leute tagebücher
als manische namensammler, statisten, protagonisten erscheinen
jenen, die sich mit verschmierten brillengläsern vorstellen
genügt es, eine handvoll snobismus, zitronensaure
gehätschelte stereotype zu werfen
und aus geständnissen schwüre zu schnitzen.

… don’t get me wrong.

über cocteaus lofoten, unseren phantomschmerzinseln
hangelt sich ein gobelinlogierender, orbitstreuner mond,
schreitet zwischen ebbe und flut sein amphibienrevier ab.
schickt, weil wir die nächte mit halbherzigen art dèco gedanken,
süßholzgeraspeltem belagern, einsiedlerkrebse. algen,
aquamarin und seeigel in die dogenstädte herauf.
lässt uns gewähren, wenn wir lagunenmilchiges geschwätz
gen herbstgewahrsam verströmen. kümmert sich nicht.

an den fangleinen vereinzelter hausboote jammern katzenwelse
nautisches nachtlärmen. verliebtsein. quantenatmung.
… don’t get me wrong.

 
 
t o p