billard in amsterdam  
l o u n g e  
  v a b a n q u e
  d a r k r o o m
  d o c k
  c o n t a c t
  l i n k s
stagnation
 
 
es würde keine romanze geben
das orakel spulte ein band ab
immer wahnsinniger und schneller
per mailorder kommen eine einladung
und der status quo.
über eine solche liebeserklärung wäre selbst
ingeborg bachmann, 47, enttäuscht
mehr sterilität verspricht nur die zahnärztin
mit ihren gummierten fingern
bis vor einer woche
hörte ich nur getuschel
in einer karaoke-bar
fragte jemand nach gleitgel.
während ich karamelisierte gedanken hegte
an die frau, von der
ich noch immer nicht weiß, wie lange sie
- ohne luft zu holen – unter wasser bleiben kann.
fünf tage? ein leben lang?
in dieser souterrainwohnung, wo sie nervös
piercings und ein geschenk verpackt
kann sie beobachten, wie verliebte
sich katastrophen zugesellen,
sittsam krumen streuen fürs picknick der zentauren
und sich übers ohr gehauen fühlen.
leiden und begehren, die rebellische hand
im aszendenten zum kontinuum.
du in dunklen jeans, wirfst brillante liebkosungen,
gefühle wie dominosteine um,
während ich unsummen an gelegenheiten verlor
dich zu treffen. und tatsachen ignoriere
doch gehe ich wegen herrn de sade
niemandem an den kragen
alchemisten, sprengmeister, sprachmaurer
hundertachtzig fragen und dynamit bersten
am ende schreibe ich slam wie sie spricht
in klammern eine übersetzung und auf der zunge
die hostie meines körpers und ihre zehntelmillimeter wimpern
blakes beichte unterm kopfkissen
sie arrangiert meinen körper
drapiert früchte, farben und
küsse auf meinem schlüsselbein
sinne und nerven, toxisches aus dem blau,
sie alphabetisiert die richtung des lichts
und ich wünschte sie zu lieben,
als würde ich angezündet.
dennoch: es würde keine romanze geben
 
 
t o p